Rocky Mountains

7. September 2009

Mittlwerweile sind wir in den Rocky Mountains angekommen. Die Fahrt dorthin war beedruckend und begleitet von einem ständigen Wechsel der Vegetation, auf die bewaldete Landschaft der Coast Mountains, folgte die wüstenähnlich karge Landschaft Okanagan, um dann in den Rocky Mouains auf alle Elemente zu treffen, die die Natur zu bieten hat.

Auf dem Weg dorthin hab ich einen Tag in einem Bikepark verbracht. Die Gondel hat einen Höhenunterschied von 1000 Metern überwunden, was mit dem größten Bikespaß in Canada gebracht hat. Außerdem trau hab ich mich wieder richtig getraut zu springen, was bei den smoothen Landungen auch ungefährlich war. Ein geiler Tag.

Die ersten Tage haben wir im Yoho Nationalpark verbracht, in der Nähe von Lake Louise gelegen. Die Landschaft dort ist geprägt durch riesige Gletscher und Wasserfälle. So wanderten, wir einen 18 Kilometer langen Wanderweg. Der erst eine Weile steil anstieg, um dann an einem Gletscher über der Baumgrenze lang zu gehen, ein Traum da oben zu wandern und die Natur zu geniessen. Jule war nach dem harten Anstieg auch völlig geflasht von der Landschaft, was für sie eine Neuheit war. Im Anstieg hat es ein wenig nach totem Tier gerochen, worauf ich so viel lärm wie möglich gemacht habe, um die Bären nicht hinter einer Kurve beim Festmahl zu überraschen.

Am nächsten Tag waren wir dann an einem Bergsee, so richtig kalt war das Wasser, ganz anders als das Kaiserwetter ;)

Ein Bad wollte ich mir nicht nehmen lassen, habe es allerdings nicht lang ausgehalten. Eigentlich wollten wir auch noch eine Runde mit dem Kanu drehen, allerdings waren uns die Touristenpreise dann doch zu hoch, also haben wir am Ufer gepicknickt.

Gestern hatten wir nicht so viel glück mit dem Wetter, nachdem Lake Louise mit seinen Touristen schon nicht gefallen hat, sind wir nach Banff gefahren. Hier hat uns dann klein China und der Rest der Welt erwartet. Kaffeefahrten zu Gast in Banff. Okay, also ab in die Hot Springs, wo uns dann Hähnchen der Stange erwartete. Das wollten wir uns dann auch nicht antun. Daher sind wir nach weniger touristische außerhalb der Nationalparks liegende Canmore, ebenfalls umrahmt von den Rocky Mountains, gefahren. Somit komm ich zu dem Schluss, dass es mit dem Reisen wie mit der Popmusik ist, zu viel Masse zerstört die Qualität, die die Rockys ja durchaus auch in diesen Zentren haben.

Hier noch ein Video von mir beim biken, dass Jule für mich für eine Bewerbung gemacht hat. Danke Jule ;)

The Chief

29. August 2009

Die Tage in der Natur haben begonnen. Am dritten Tag in Squamish haben wir den Chief bezwungen, eine nicht allzu leichte Wanderung, bei der teilweise geklettert werden musste. Vor allem für Jule war es eine Herausforderung, die sie aber toll gemeistert hat. Am Gipfel angekommen haben wir die geniale Aussicht, zur einer Seite der Pazifik, zur anderen die Berge der Coastmountain. Der Chief ist der zweitgrößte Freistehende Fels der Welt und wirklich imposant.

In Squamish hab ich mich dann noch auf den Trails versucht, hatte allerdings ein wenig pech. Hab mir einen ausgesucht, der den ganzen Weg nach unten mit Drops und Gaps gepflastert war, teilweise waren die mir einfach zu hoch, mannshoch und höher, sodass ich nicht richtig in einen fluss gekommen bin. Außerdem gab es viele Brücken die doppelt so breit waren wir meine Reifen, was dann aber auch wieder sehr viel Spaß gemacht hat, wenn mir auch das Herz nicht unbedingt durch die Anstrengung zum Hals geschlagen hat.

Seit Gestern sind wir in Pemberton, ich konnte Jule dazu überreden Bilder und Videos auf einen der Trails für eine Bewerbung zu machen.

Der Grund, dass wir nochmal in Pemberton sind ist ja, dass ich noch Geld von Spencer bekomme. Das hatte er Gestern nicht, meint aber, dass er es bis Heute hat. Wir sind gespannt. Mittlerweile hat er auch mal wieder ein paar Arbeiter, ein Deutsches Pärchen, haben schon Gestern Abend mit ihnen verbracht und wahrscheinlich gehts dann Heute Abend auch noch mal los.

Nachdem uns Victoria doch ein wenig langweilig geworden ist und wir ja noch einiges vor uns haben, sind wir wieder nach Vancouver übergesetzt. Dort haben wir nochmal drei Tage verbracht, vor allem Chinatown stand im Mittelpunkt. Durch den Tip meiner ehemaligen spanischen Mitarbeiter auf Spencers Farm, haben wir einen sehr schönen Platz an Vancouvers Stadtstrand gefunden, an dem wir einen Nachmittag verbracht haben. Am kommenden Tag besichtigten wir Chinatown, das verschiedene Eindrücke hervorbrachte. Am Abend gings dann im Nahe gelegenden Freibad ab, da war ein ganzer Haufen Wakeboarder beim Red Bull Wakeboard Contest tätig.

Wie in Victoria waren auch in Vancouver Biketrails zu finden, auf denen ich einen Tag verbringen konnte. Die verspielten Trails der Kanadier können mich durch ihre vielen Tempowechsel manchmal ein wenig nerven, da es auch im Downhill immer wieder Bergauf Passagen gibt. Solchen Trails kann man allerdings ausweichen, wenn man sich einmal vor Ort auskennt. An einer Stelle bin ich von einem 2 Meter hohen Steg gefallen, passiert ist mir allerdings nicht. Sonst waren die Trails super flüssig und teilweise extremst anspruchsvoll.

Heute sind wir in Squamish eingetroffen, hab ich auch gleich mal auf mein Bike in der Stadt  “der Mutter der Winde” gesetzt. Dummerweise in einem Klettergebiet, was mich auf einen Trail gebracht hat, den ich nicht runter fahren konnte, nach ein paar Minuten Downhill wurde der Trail am Abgrund so schwierig, dass ich nicht mehr runter fahren konnte und wieder hoch schieben musste, was mir einige Adrenalinschübe eingebracht hat.

So, nach dem ganzen Bike Kram was zu unseren Lebensumsständen. Da ich in meinen paar Monaten in Kanada rausgefunden habe, dass das einheimische Brot nicht schmeckt, frühstücken wir jeden Morgen Crepes mit wahlweise Nutella, Obst oder was auch immer. Mittags schwanken wir zwischen Reis mit Gemüse, Nudeln mit Gemüse und Tortillas mit Gemüse. Wahlweise noch Eier oder Tofu dazu. Jule ist ja Vegetarierin, groß anpassen muss ich mich allerdings nicht, da ich auch sonst hier nicht viel Fleisch gegessen habe. Wenn es dann doch mal Fleisch gibt, dann beim Essen gehen. Außerdem macht es uns einen riesen Spaß, Tortillas selbst zu machen.

Wir hatten schon eine richtig schöne Zeit in Kanada

Zurück in Europa

17. August 2009

Wir haben uns kurzerhand dazu entschlossen, noch einen Zwischenstopp in Victoria zu machen, nachdem klar war, dass wir aus Tofino, aufgrund eines in einem etwas weiter entfernten Ort zu bezahlenden Parkstrafzettel, abreisen.

Victoria liegt im Süden Vancouver Islands und ist eine wirklich europäisch anmutende Stadt, was nach all dem amerikanischen Städtebau wirklich erfrischend ist. Sehr viele kleinere Städte in British Columbia sind von den Eisenbahnern designt worden, so dass die Städte um die Schienen entstanden sind, was sie zerschneidet und ihnen kein richtiges Zentrum gibt. Straßencaffees und ähnliches vermisst man somit in fast jeder Stadt.

Victoria ist da ganz anders, sie ist älter als Vancouver und hat einige viktorianische Gebäude, darunter das Rathaus, vor dem wir immer wieder zwischen Sight Seeing und Shopping die Sonne genießen können. Noch dazu liegt in der Mitte Downtowns der Yachthafen zum Pazifik. Uns gefällt es hier super und wir wollen daher auch noch länger bleiben.

Heute waren wir im Royal Museum, wo von Picasso bis zum Mammut alles zu finden ist.

In der Nacht parken wir unseren Van in der Nähe eines großen Einkaufszentrum, das ungefähr 5 Minuten von Downtown entfernt liegt, laut aber praktisch.

Morgen gehts dann auch mal wieder Biken. Jule hat viel damit zu tun, ihre Designmappe für das Studium fertig zu machen.

Auf der Fahrt nach Victoria haben wir einen Tramper mitgenommen, der uns dann auch gleich auf ne Party eingeladen hat. Wir waren nach der sechs Stunden Fahrt allerdings zu müde. So richtig Party gibts dann wohl erst in Toronto, wo ich auch schon Leute kenne. Fehlen tun mir die Partys mit euch, aber die bekomm ich hier ja schließlich nicht.

Ben, der Tramper, hat mich auf die Idee gebracht nen Segelturn von Florida aus zu machen. Also auf einem Boot, als was weiß ich arbeiten, und so nach Europa zu gelangen. Das geht auch mit meinen weiteren Reiseplänen von Toronto zusammen. Ich weiß, dass ich hier alle zwei Wochen eine neue Idee poste, aber mittlerweile will ich im Winter nicht mehr in Kanada bleiben, sondern lieber was von der Welt sehen. Also Job in Toronto für zwei Monate, dann runter nach Florida ( eventuell mit Arndt, wer will noch ? :D

), Van verkaufen, Felix in der Dominikanischen Republik besuchen, zurück nach Europa mit dem Seegelboot. Ja das wär schon fett, wenn das alles so klappen sollte. Momentan steck ich ja noch im Beginn.

Surf Surf Surf

12. August 2009

Ich war jetzt noch zwei Tage Surfen, die Wellen waren vor allem gestern richtig gut. Heute Morgen leider nur noch relativ klein. Aber es macht Spaß zu merken, dass ich mit dem Surfen weiter komme.

Jule wollte dann auch mal, also hat sie sich auch noch einen Neoprenanzug ausgeliehen, sie hats versucht, allerdings gemerkt, dass es nichts für sie ist.

Nachts ist es hier mit dem Campen gar kein Problem, es gibt Acht Stunden Parkplätze und es scheint niemanden zu interessieren, wie lange man auf diesen stehen bleibt.

Die nächsten Tage werde ich mich nicht mehr aufs Board stellen, da die Wellen wohl immer flacher werden. Wir wollen uns den Nationalpark am Strand anschauen und vielleicht auch mal ein wenig Sonne genießen, die sich eher spärlich zeigt.

Vancouver Island – Surf

10. August 2009

Die Fährfahrt war eine feuchte und relaitv kurze Angelegenheit. Nachdem wir in Nanaimo angekommen sind, haben wir uns auf den Weg nach Parksville gemacht, wo wir erst mal den Strand ausgecheckt haben. Waren davon nicht so unglaublich begeistert, sodass wir dann Richtung Tofino, die so ziemlich einzige Surferstadt in Canada, gefahren sind. Auf dem Weg haben wir an einem idylischen See geschlafen.

Am nächsten Tag gings dann nach Tofino, die zwei Monate Regenlose Zeit scheint wohl vorbei zu sein. Leider sind die Tage ziemlich verregnet.

Gestern hab ich mir dann ein Board geliehen, 7,6” NSP Epoxy Board, außerdem brauche ich hier einen langen Wetsuit und Booties bei 13 Grad kalten Pazifikwasser. Die Wellen waren richtig gut. Schön geordnet und immer wieder Sets von 6 guten Wellen. Ich war nur mit drei anderen Leuten im Lineup. War ne coole Atmosphäre. Konnte dann auch endlich mal so richtig nen Turn üben, was ja im Spanienurlaub aufgrund meines Kreuzbandrisses eher ausgefallen ist.

Morgen werde ich dann nochmal leihen, da ein guter Swell rein kommt.

Ab gehts

7. August 2009

Jule ist gestern angekommen. Waren im IKEA, haben neue Vorhänge und andere Sachen für den Van gekauft. Jule wird die Vorhänge dann hier rein schneidern.

Vancuver ist für die ersten Tage ein wenig zu stressig, werden nach Vancouver Island hier noch mal Zeit verbringen. Heute Abend geht es noch zur Horseshoebay um nach Vancouver Island überzusetzen.

Starter

4. August 2009

Die Reise beginnt, hab mich von allen hier verabschiedet und nochmal nen schönen Abend gehabt. Jetzt gehts nach Vancouver, um Morgen Jule vom Flughafen abzuholen. Ich hab so richtig Lust endlich zu reisen. Auf dem Weg nach Vancouver werde ich noch in Squamish vorbei schauen, um mir Kochtöpfe und Pfannen, einen Tisch und vlt. noch einen Stuhl für draußen zu besorgen.

Hab dann Heute Morgen noch ein bisschen was für die Reise geerntet. Die letzten Woche hab ich mich hauptsächlich von Farm (Bio) Gemüse ernährt. Das selbstgepflanzte Gemüse zu essen war schon ein schönes Gefühl. Es ist schon erstaunlich, wie viel Arbeit in so einer Tomate steckt. In den letzten Tagen ist so ziemlich alles reif geworden. Also Paprika, Tomaten, Kohl, Broccoli, Kohlrabi, Kürbis, Kale und Gurken.

Spencer hat mich noch nicht voll bazahlt, das Geld bekomme ich, wenn ich hier wieder vorbeischaue, den großen Teil hab ich allerdings schon bekommen.

Ich hab gestern dann auch noch ein paar Bilder von der letzten Zeit bekommen. Die gibts aber nicht heute, da das Internet lahm ist.

Fiyah in da Dancehall

30. Juli 2009

Gestern Nacht ist eines der Feuer ziemlich groß geworden. Am Tag war es noch auf der Spitze des Berges, jetzt ist es im Tal, wo auch die Farm ist. Es regnet Asche.

Evakuierung steht wohl auch bevor. Allerdings ist das Feuer genau auf der gegenüberliegenden Seite des Tals, sodass die Farm eher nicht bedroht ist. Mal sehen was heute Nacht abgeht, da wächst das Feuer immer ziemlich krass.

Sonst war ich diese Woche in den Bergen unterwegs. Hab mir Elliot einen ziemlich schönen Wasserfall gefunden, das Wasser war noch dazu relativ warm. War eine schöne Woche. Biken geht momentan wegen dem Rauch nicht so dolle und ich bekomme Kopfschmerzen.

Let’s fight

26. Juli 2009

Die letzten beiden Wochen waren vor allem durch viel Arbeit geprägt. Nur noch eine Woche, dann geht es los mit Reisen. Ich war auf einigen Märkten um die Produkte zu verkaufen. So bin ich dann auch ganz gut rum gekommen.

Den Markt in Pemberton hab ich alleine gemacht, da Spencer kein Zelt hat, hab ich meinen Van auf den Platz gestelt und das Tarpe ausgeklappt und darunter verkauft. War ganz lustig.

Momentan ist meine Bikegabel noch eingeschickt, also ich mit den Santa Cruz Bullit der Nachbarn unterwegs. Ist ein feines Bike, das Bergab wirklich gut geht, im Uphill allerdings ziemlich eingeht. Nächste Woche gehts dann auch mal in den Bikepark in Whistler, wenn denn meine Gabel da ist.

Momentan bin ich wieder malunterwegs zu einem Markt in Squamish. Spencer hat verpennt, sodass wie jetzt zu spät sind.

Ich warte außerdem weiter auf mein Geld. Die Spanier und Jeromy haben ihres schon bekommen, da sie die Farm schon verlassen haben. Jetzt hat er gestern auch noch seine Karte verloren. Er will es nun überweisen.

Jeromy lebt im Winter in den Kootenays, er bringt Skifahrer und Boarder mit einer Pistenraupe in den Powder. In den Kootenays gibt es wohl den besten Schnee in ganz Kanada. Der Schnee in Whistler ist zu schwer um gut zu sein. Also werde ich im Winter versuchen einen Job in den Kootenays zu finden. Jeromy hat mir dafür ein paar Kontaktdaten gegeben. Die Kootnays liegen direkt westlich neben den Rocky Mountains.

Mit ihm war ich dann auch mal wieder in Whistler auf einer Party. War ein riesen Spaß.

Die lezten Abende hat mir Spencer ein wenig das Boxen beigebracht, er selber ist Kickboxer. Jeromy und die Spanier, die mittlerweile leider abgereist sind, waren auch gleich dabei. Ich hab auch ein Video davon, kann das hier allerdings nicht hochladen. Vielleicht auf Youtube. War auf  jeden Fall ein Spaß.

Gestern sind ein paar Feuer auf den umliegenden Berge ausgebrochen. Scheint aber nicht bedrohlich zu sein. Man sieht von der Farm aus die Flammen

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